Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann!

22.12.2015 08:06 von Dorins Kindermode

Der Weihnachtsmann und die Kinderwelt
Der Weihnachtsmann und die Kinderwelt

In wenigen Tagen ist es so weit: der Weihnachtsmann kommt und bringt die Augen der Kleinen zum Leuchten. Vor allem in evangelisch geprägten Regionen, wie Skandinavien, Estland, Lettland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten ist die Symbolfigur der Weihnachtszeit bekannt.

Viele glauben, dass der rundliche, freundliche alte Mann mit langem weißem Rauschebart, rotem und mit weißem Pelz verbrämten Gewand eine Erfindung der Coca-Cola Company ist. Ein sehr weit verbreiteter Mythos – ähnlich wie der Glaube an den Weihnachtsmann selbst. Während man bei der Auflösung des Coca-Cola Märchens jedoch nicht mit Tränen rechnen muss, ist das bei der eigentlichen Weihnachtsmanngeschichte manchmal etwas anders.

Kinder und die Geschichte vom Weihnachtsmann

Kinder zwischen drei und neun Jahren befinden sich entwicklungspsychologisch in einer magisch-realen Phase. Das heißt, sie nehmen zwar die Realität wahr, aber vermischen sie mit irrealen Elementen. Beispielsweise sehen sie einen Vogel am Fenster und glauben, sie könnten mit ihm reden. Ähnlich ist es mit dem Weihnachtsmann: Kinder glauben an diese Traumfigur, weil sie es wollen.

Die Tradition und der Mythos um diese Symbolfigur des Schenkens gleicht einem Spiel, in dem die Kinder selbst aktiv werden können: sie lernen Gedichte für den alten Mann auswendig und schreiben Wunschzettel an ihn. Aber im Gegensatz zu anderen Tagträumen, erleben sie diese Gedankenspielerei nicht allein. Die Traumwelt wird Dezember zeitweise ein Teil ihres Alltages und auch alle Freunde und Bekannte sind ein Teil davon. Im Kaufhof sitzt der Weihnachtsmann und lässt sich Wünsche ins Ohr flüstern; die Kinder versuchen brav zu sein, da schlechtes Verhalten ja der Weihnachtsmann sieht und am Heiligabend kommt die ganze Familie zusammen und man zieht sich festlich an, denn es kommt ja der Weihnachtsmann.

Leitartikel aus der New York Sun vom 21. September 1897
Leitartikel aus der New York Sun vom 21. September 1897

In keiner anderen Zeit verschwimmen die Grenzen von Traum und Realität so stark wie im Advent. Hört auf, unnötig zu grübeln und lasst euch von den Kleinen mit auf eine Reise in diese Welt nehmen. Habt keine Angst: mit Ende dieser Entwicklungsphase hört der Glaube an den Weihnachtsmann von allein auf. Mehr darüber, wie wichtig Traumwelten für Kinder sind, könnt ihr hier nachlesen.

Antwort auf die Frage: Gibt es einen Weihnachtsmann?

Die schönste und bekannteste Antwort auf diese Frage stammt von dem Redakteur Francis P. Church. In einer der populärsten Weihnachtsüberlieferungen aus dem Jahr 1897 der USA schreibt Virginia, ein kleines Achtjähriges Mädchen an die Tageszeitung. Sie hatte begonnen, an der Existenz des Weihnachtsmannes zu zweifeln, da ihr von Freunden gesagt wurde, dass es ihn nicht gibt.

Der ursprüngliche Kriegskorrespondent, der sonst nur über Elend und Hoffnungslosigkeit schrieb, nahm ihre einfache Frage als Anlass einen philosophischen Leitartikel zu schreiben. Er bewegte zahlreiche Menschen mit seiner Antwort:

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Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch die Sinne und den Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

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(Hier kommt ihr zum ganzen Artikel)

Lass auch ihr euch vom Weihnachtszauber inspirieren! Ob mit dem Christkind, Santa Claus, Väterchen Frost oder dem Weihnachtsmann - letztlich geht es bei Weihnachten um Liebe, Geborgenheit und Wärme. Habt eine ruhige und besinnliche Zeit im Kreis eurer Lieben!

Wir wünschen euch frohe Weihnachten!

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