Schlechte Noten – Was nun?

25.10.2016 09:25 von Dorins Kindermode

Bekanntermaßen können nicht alle Kinder Einserschüler sein – vor allem nicht in sämtlichen Schulfächern. Jeder hat andere Begabungen und die meisten Eltern wissen aus der eigenen Erinnerung wie fies der ein oder andere unangekündigte Test manchmal sein kann. Doch was tun, wenn sich die schlechten Noten häufen? Ruhe bewahren, das Gespräch mit den Lehrern suchen oder sofort eine Nachhilfe engagieren? Kann diese auch kontraproduktiv sein? Mit diesen spannenden Fragen wollen wir uns im heutigen Blogartikel beschäftigen.

Ursachenforschung

Verschiedene Probleme erfordern verschiedene Lösungen. Daher solltet ihr als erstes der Frage auf den Grund gehen, wie es zu den schlechten Noten kommt. Viele Kinder leiden an psychischen Blockaden und Versagensängsten. Nach den ersten schlechten Noten geraten sie schnell in eine Abwärtsspirale und kommen mit der zunehmenden Überforderung nicht mehr zurecht. An dieser Stelle müsst ihr euch als Eltern auch selbst fragen, ob ihr überhöhte Erwartungen an euer Kind stellt. Schulnoten sind wichtig, aber müssen nicht ständiger Konfliktherd sein. Hier ist stattdessen ein guter Motivator nötig. Statt zu schimpfen und Druck aufzubauen, sollten vielmehr die individuellen Stärken hervorgehoben und auch kleine Fortschritte gelobt werden, damit Kinder wieder Selbstvertrauen aufbauen können.

Hilfe bei schlechten Noten

Effektives Lernen funktioniert für jeden Menschen anders. Oftmals kann es helfen, wenn gemeinsam verschiedene Lernmethoden ausprobiert werden. Ein anderer Grund für schlechte Noten kann ebenso soziale Ausgrenzung sein. Liegt ein begründeter Anfangsverdacht dafür vor, sollten dringend auch Lehrer und gegebenenfalls Mitschüler einbezogen werden. Viele Probleme lassen sich durch ein offenes Gespräch lösen. Dabei muss es nicht nur um Mobbing durch Mitschüler gehen. Manchmal passen auch Lehrer und Schüler einfach nicht zusammen. Dann hilft im schlimmsten Fall nur noch ein Schulwechsel.

Nachhilfe – Aber richtig

Ist die Ursache für schlechte Noten wirklich inhaltliches Unverständnis, dann kann Nachhilfe zur Lösung des Problems beitragen. Allerdings sollte man auch dabei einige Dinge beachten. Nachhilfe sollte dosiert eingesetzt werden. Am besten wirkt kurzzeitiger Nachhilfeunterricht, um gezielt Lernlücken zu schließen. Bei dauerhafter Nachhilfe neigen viele Kinder dazu, sich zu stark auf diese zu verlassen und dem eigentlichen Unterricht weniger Aufmerksamkeit zu schenken. „Das mache ich heute Nachmittag eh nochmal in der Nachhilfe.“

Nachhilfe bei schlechten Noten   Bei schlechten Noten nicht verzagen   Nachhilfe für Kinder

Ob Einzelunterricht oder Gruppenlernen besser funktioniert, hängt wieder vom Kind ab. Allerdings sollten vier bis acht Stunden im Monat in maximal zwei Fächern genügen, da sonst wieder Überforderung droht. Am besten nimmt man erst einmal eine Schnupperstunde, um auch die Harmonie zwischen Kind und Nachhilfelehrer zu testen. Ziel sollte allerdings sein, wieder aus der Nachhilfe herauszukommen und diese nur so lange in Anspruch zu nehmen, bis das Kind wieder Anschluss gefunden hat. Mit ein bisschen Selbstüberwindung des Kindes und elterlicher Geduld kann so der ein oder andere Ausrutscher schnell wieder ausgebügelt werden.

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