Wozu Stress? Tipps für mehr Ruhe im Familienalltag

11.01.2016 08:07 von Dorins Kindermode

Die stressige Weihnachtszeit ist überstanden und endlich gibt es wieder etwas mehr Raum zum Entspannen. Denkt man - denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich auch immer zuletzt. Ob im Job, für den Kindergarten, oder bei der Koordination von Freizeitaktivitäten und Arztterminen – es gibt ständig etwas zu organisieren und „abzuarbeiten“.

Zeit für etwas Ruhe und Entspannung bleibt nur selten. Dabei können weder ihr, noch eure Kleinen, pausenlos aktiv sein. Wie im Rahmen der Stress-Studie (2015) der Bepanthen-Kinderförderung und der Universität Bielefeld festgestellt wurde, leidet jedes sechste Kind und jeder fünfte Jugendliche in Deutschland unter zu hohem Stress. Die Folgen sind vielfältig und reichen von Versagensängsten und depressiven Verstimmungen bis hin zu erhöhtem Aggressionspotential.

Aber wie erkennt man, ob die Kleinen gestresst sind und was kann man gegen Stress im Alltag tun? Dieser Artikel gibt euch einige Anhaltspunkte, anhand derer ihr feststellen könnt, ob eure Kleinen gestresst sind und ein paar Tipps für weniger Stress im Alltag.

Stresssymptome bei Kindern

In der Stress-Studie gaben 87 Prozent der befragten Eltern an, dass sie nicht erkannt haben, dass Ihre Kinder unter Stress stehen. Die häufigsten Symptome sind jedoch ganz leicht erkennen, da sie den typischen Burn-Out Symptomen ähneln:

Auch und besonders Kinder sind stressgefährdet
Auch Kinder sind stressgefährdet.

  • Schlaflosigkeit,
  • Magenschmerzen,
  • Kopfschmerzen,
  • Zähne knirschen,
  • hochgezogene Schultern,
  • Aggression,
  • Versagensängste.

Treten diese Symptome über einen längeren Zeitraum auf, solltet ihr mit den Kleinen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Je früher ihr erkennt, dass eure Kleinen unter zu viel Stress leiden, desto eher könnt ihr für Entspannung und mehr Freiräume sorgen. Auf diese Weise könnt ihr die Entstehung von späteren psychischen oder weiteren psychosomatischen Folgen verhindern! Die Techniker Krankenkasse bietet auf ihrer Webseite einen Fragebogen an, mit dem ihr herausfinden könnt, wie stressgefährdet euer Kind ist.

Tipps zum Stressabbau und mehr Entspannung im Alltag

Eure Kinder nehmen sich normalerweise ihre Entspannungsmomente selbst, indem sie sich Hörbücher anhören, malen oder einfach allein spielen. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe von Entspannungsübungen, die ihr gemeinsam mit euren Kindern machen könnt, solltet ihr das Gefühl haben, dass euer Kind gestresst ist. Auf dieser Internetseite findet ihr verschiedene Anregungen dazu.

Lasst euch nicht verunsichern, wenn sich eure Kleinen nicht auf die Übungen einlassen wollen. Es ist auch völlig in Ordnung, euch einzelne Methoden nicht wie versprochen neue Kraft und Energie schenken. Probiert einfach verschiedene Entspannungstechniken aus und gebt nicht zu schnell auf – ihr werdet früher oder später die Richtige für euch finden.

Hier haben wir noch ein paar Anregungen, wie ihr den Alltag für euch und eure Lieben stressfreier gestalten könnt:

1. Ein bisschen Planung muss sein.

Ein bisschen Planung muss sein
Einkaufen, Arbeiten, Arzttermine - ist das heute wirklich alles wichtig?

Am besten überlegt ihr noch vor dem Schlafen gehen, was am nächsten Tag alles zu tun ist und was euch und den anderen Familienmitgliedern besonders wichtig ist. Denkt euch einen zeitlichen Ablauf aus und bringt alles in eine Reihenfolge, die ihr nach und nach abarbeitet. Überlegt dabei auch, welche Dinge weniger wichtig sind und auch an anderen Tagen, an denen weniger zu tun ist, erledigt werden. Lasst auch einfach mal Dinge wegfallen, wenn sie wirklich nicht wichtig sind und nur den Stresspegel erhöhen. Beispielsweise Kleidung online einkaufen, statt im Laden.

2. Platz für Unvorhergesehenes im Alltag.

Wie schön es wäre, wenn nicht meist genau dann, wenn es eilig ist, irgendetwas Unvorhergesehenes passieren würde. Ein unerwarteter Anruf, ärgerliche Post, ein zerbrochener Teller oder Stau – all diese Ereignisse kosten wertvolle Zeit. Eigentlich kein Grund für Stress: Plant euren Tag einfach luftiger und lasst zwischen allen Aktivitäten ein paar Minuten Pufferzeit. Im günstigsten Fall habt ihr die dann tatsächlich zur freien Verfügung und könnt sie zur Erholung für euch selbst nutzen oder bei uns im Onlineshop vorbeischauen.

3. Gelassener werden und Imperfektionismus zulassen.

Fragt euch öfter mal selbst, ob das was ihr da tut, wirklich genauso und nicht anders geschehen muss. Muss die Wohnung immer perfekt aufgeräumt sein, muss der Zahnpastafleck auf dem Spiegel sofort entfernt werden und muss jeden Abend frisch gekocht werden? Oder können diese Dinge auch einfach mal warten und anders gemacht werden? Denkt dran, dass eine entspannte und liebevolle Zeit mit den Kindern wichtiger ist. Statt Zeit mit Perfektionismus zu vergeuden, seid etwas gelassener und nehmt sie euch, um die schönen Momente zu genießen.

4. Aufgaben abgeben und verteilen.

Müsst ihr eigentlich die anfallenden Aufgaben alle selbst erledigen oder können nicht auch die Kinder, Partner oder Freunde und Verwandte euch ein paar abnehmen? Traut euren Lieben zu, dass sie Aufgaben zu eurer Zufriedenheit ausführen können. Ihr müsst nicht immer alles selbst machen: Schulkinder können auch schon abwaschen und der Partner die Einkäufe auf dem Heimweg mitbringen. Nehmt euch Zeit, um darüber nachzudenken, wie euch wer in welchem Bereich unterstützen kann, damit ihr auf Dauer etwas weniger Aufgaben selbst erledigen müsst. Für ein Lob und kleine Belohnungen unterstützen euch eure Lieben auch jederzeit gern!

Nur eine halbe Stunde am Tag

Oft bleibt im Alltag wenig Zeit für Ruhe und Entspannung.
Oft bleibt im Alltag wenig Zeit für Ruhe und Entspannung.

Vergesst im (stressigen) Alltag auch euch selbst nicht! Ja, mit Kindern gibt es immer viel zu tun und der Alltag bleibt nicht einfach ab und zu für euch stehen. Aber denkt daran, dass eine halbe Stunde am Tag, an der ihr euch mal bewusst aus diesem Karussell herausbewegt, für euch und euer inneres Gleichgewicht wichtig ist.

Nur dreißig Minuten, in denen ihr auch mal das Telefon lautlos stellen solltet, da diese Zeit einfach nur euch selbst gehört. Lest ein Buch, meditiert, malt, trinkt einen Kaffee auf dem Balkon – in einer halben Stunde geht nicht die Welt unter, nur weil ihr kurz mal auf ‚Pause‘ gedrückt habt. Ihr habt das Recht dazu!

Denn was bringt es euch und euren Lieben, wenn ihr schlecht drauf seid, müde und unkonzentriert, weil gerade mal wieder alles zu viel ist? Eure Lieben merken das und gerade die Kleinen können damit nur schwer umgehen. Bei dem Versuch, euch alles Recht zu machen und euch wieder zum Lachen zu bringen, leiden sie schnell ........ unter Stress!

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